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von DID60257 01 Mai, 2017

Die Forderung nach weniger EEG ( Erneuerbare Energien Gesetz) wird derzeit von Politikern, Fachexperten und Beratern erhoben.

Auch beim Biogas solle jetzt endlich die Kostendegression greifen.  Aber das Gegenteil ist der Fall. Die Anlagen werden durch die ständig steigenden Bau- und Betriebskosten immer teurer, was den behördlichen Auflagen und Sicherheitsstandards geschuldet ist.

Zur Erinnerung: In den 90er Jahren wurden kleine landwirtschaftliche Biogasanlagen aus gebrauchten Teilen zusammengeschweißt beziehungsweise bestehende Güllegruben zu Biogasanlagen umgerüstet. Der Mittlerweile wurde ein Markt für kleinste Anlagen einfacher Bauart auch in anderen EU-Ländern als interessante Alternative entdeckt.

von DID60257 25 Apr, 2017

Seit Juli 2016 hatte die Biogasbranche Gewissheit: Das Ausschreibungsverfahren kommt und wird das alte Vergütungssystem ablösen. Bei der im EEG 2017 verankerten Fördersystematik handelt es sich nun um ein Auktionsverfahren, bei dem nur die Anlagenbetreiber in den Genuss auf einer zehn Jahre angelegten Anschlussförderung kommen, die einen Zuschlag erhalten. Obwohl das Ausschreibungsverfahren im Bereich der Erneuerbaren Energien bereits in anderen europäischen Ländern (z.B. England & Polen) zu keinerlei Wachstumsimpulsen geführt hat, wurde nach zähen politischen Verhandlungen immerhin eine Folgeregelung für Bestandsbiogasanlagen erreicht. Zumindest theoretisch ermöglicht das einen Weiterbetrieb. Von den vier größten Verbänden im Bioenergiebereich wurde die Einführung der Anschlussfinanzierung prinzipiell begrüßt. Ob mit dieser unter dem Motto „Mehr Wettbewerb – weniger Förderung“ stehenden Gesetzesnovelle die Energiewende einen großen Schritt nach vorne macht, ist sehr umstritten. Denn wie sieht die Realität für die Anlagenbetreiber heute aus? 

Mit dem EEG 2017 wurde ein noch komplexeres Regelwerk als seine Vorgänger erschaffen, das für den Otto-Normal-Biogasbetreiber kaum verständlich lich ist. Bereits am Tag des Inkrafttretens hatten die vier großen Branchenverbände nun doch bezweifelt, ob mit diesem Gesetz das angestrebte Ziel, auch Bestandsanlagen eine Anschlussregelung zukommen zu lassen, erreichbar sein wird. Trotz Überarbeitung im Winterhalbjahr: Das Gesetz beinhaltet immer noch handwerkliche Fehler. 

So werden Betreiber von Hofbiogasanlagen mit einer maximalen installierten elektrischen Leistung von 150 kW, die in ihren Fermentern vorrangig Wirtschaftsdünger (Gülle und Festmist) vergären und deren Landwirtschaftsbetriebe eine gute Klimabilanz besitzen, im EEG 2017 leider nicht mitgenommen. Sie tendieren nach 20 Betriebsjahren zum Abschalten ihres dezentralen Kraftwerks. 

Diesen Eindruck gewinnen wir gerade im Rahmen unserer Schulungen, Vor-Ort-Beratungen sowie den Gesprächen in unserem Netzwerk. Und das, obwohl für diese Betriebe ursprünglich im Fokus stand, Nährstoff- und Energiekreisläufe innerbetrieblich zu schließen. Der Biogasprozess war und ist dazu perfekt geeignet. Ist es wirklich in unserem Interesse, in der heutigen Zeit die klimaschädlichen Emissionen aus der Landwirtschaft wieder ansteigen zu lassen? Ich meine: Nein. (3.2017 JOULE)

von DID60257 01 Mai, 2017

Die Forderung nach weniger EEG ( Erneuerbare Energien Gesetz) wird derzeit von Politikern, Fachexperten und Beratern erhoben.

Auch beim Biogas solle jetzt endlich die Kostendegression greifen.  Aber das Gegenteil ist der Fall. Die Anlagen werden durch die ständig steigenden Bau- und Betriebskosten immer teurer, was den behördlichen Auflagen und Sicherheitsstandards geschuldet ist.

Zur Erinnerung: In den 90er Jahren wurden kleine landwirtschaftliche Biogasanlagen aus gebrauchten Teilen zusammengeschweißt beziehungsweise bestehende Güllegruben zu Biogasanlagen umgerüstet. Der Mittlerweile wurde ein Markt für kleinste Anlagen einfacher Bauart auch in anderen EU-Ländern als interessante Alternative entdeckt.

von DID60257 25 Apr, 2017

Seit Juli 2016 hatte die Biogasbranche Gewissheit: Das Ausschreibungsverfahren kommt und wird das alte Vergütungssystem ablösen. Bei der im EEG 2017 verankerten Fördersystematik handelt es sich nun um ein Auktionsverfahren, bei dem nur die Anlagenbetreiber in den Genuss auf einer zehn Jahre angelegten Anschlussförderung kommen, die einen Zuschlag erhalten. Obwohl das Ausschreibungsverfahren im Bereich der Erneuerbaren Energien bereits in anderen europäischen Ländern (z.B. England & Polen) zu keinerlei Wachstumsimpulsen geführt hat, wurde nach zähen politischen Verhandlungen immerhin eine Folgeregelung für Bestandsbiogasanlagen erreicht. Zumindest theoretisch ermöglicht das einen Weiterbetrieb. Von den vier größten Verbänden im Bioenergiebereich wurde die Einführung der Anschlussfinanzierung prinzipiell begrüßt. Ob mit dieser unter dem Motto „Mehr Wettbewerb – weniger Förderung“ stehenden Gesetzesnovelle die Energiewende einen großen Schritt nach vorne macht, ist sehr umstritten. Denn wie sieht die Realität für die Anlagenbetreiber heute aus? 

Mit dem EEG 2017 wurde ein noch komplexeres Regelwerk als seine Vorgänger erschaffen, das für den Otto-Normal-Biogasbetreiber kaum verständlich lich ist. Bereits am Tag des Inkrafttretens hatten die vier großen Branchenverbände nun doch bezweifelt, ob mit diesem Gesetz das angestrebte Ziel, auch Bestandsanlagen eine Anschlussregelung zukommen zu lassen, erreichbar sein wird. Trotz Überarbeitung im Winterhalbjahr: Das Gesetz beinhaltet immer noch handwerkliche Fehler. 

So werden Betreiber von Hofbiogasanlagen mit einer maximalen installierten elektrischen Leistung von 150 kW, die in ihren Fermentern vorrangig Wirtschaftsdünger (Gülle und Festmist) vergären und deren Landwirtschaftsbetriebe eine gute Klimabilanz besitzen, im EEG 2017 leider nicht mitgenommen. Sie tendieren nach 20 Betriebsjahren zum Abschalten ihres dezentralen Kraftwerks. 

Diesen Eindruck gewinnen wir gerade im Rahmen unserer Schulungen, Vor-Ort-Beratungen sowie den Gesprächen in unserem Netzwerk. Und das, obwohl für diese Betriebe ursprünglich im Fokus stand, Nährstoff- und Energiekreisläufe innerbetrieblich zu schließen. Der Biogasprozess war und ist dazu perfekt geeignet. Ist es wirklich in unserem Interesse, in der heutigen Zeit die klimaschädlichen Emissionen aus der Landwirtschaft wieder ansteigen zu lassen? Ich meine: Nein. (3.2017 JOULE)

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